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Auf die Betonung
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Wenn man sich an die sächsische Mundart gewöhnt hat, dank Fernsehserien ist das wohl zunehmend der Fall, wird es wohl nicht schwer fallen, sich den “Feinheiten” des sächsischen Dialektes zuzuwenden.

 

Auf die Betonung kommt es an!

Dem Nicht-Sachsen dürfte nach wenigen Sätzen auffallen:
Die Silbe "Nu" ist vermutlich das meist verwendete, meist variierte Wort der Sächsischen Sprache.
Die immense Bedeutung dieses Wortes wird am deutlichsten während eines Telefongespräches.
Dies kann in weiten Teilen ausschließlich aus der Wiederholung der Silbe "Nu" bestehen, die dabei die verschiedenste Bedeutung erfährt.
Besonders Wichtig, die Betonung, da das Gegenüber ja nicht sichtbar ist.
"Nu ?" fragend, "Nu !" bestätigend, "NU, Nu !" übereinstimmend, "Nu, Nu, Nu" gesprächfortführend.
"Nu, Nu ?" ersetzt die Frage: Habe ich richtig verstanden? Die Anzahl der Frage- und Ausrufungszeichen sind nach Inhalt und Temperament der Sachsen verschieden, werden aber scheinbar immer richtig interpretiert.

Doch Missverständnisse sind vorprogrammiert, wenn ein Nichtsachse sich in der Verwendung des "Nu" versucht:

Die Bedienung fragt den Gast: "Hat's geschmeckt ?"
Der Gast: "Nu"
Die Bedienung schaut erstaunt und leicht verwirrt.
Der zweite Gast, mit Sicherheit ein Sachse:
"Er hat <Nuu !> gesoochtt !
Mit zufriedenem Gesicht beginnt die Bedienung abzuräumen.

Es kommt eben auf die Betonung an!